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Fazit vom LinuxTag 2006

Nun ist er rum. 3000 Besucher weniger, trotzdem erfreute Veranstalter. Was ist das Fazit meines 5. LinuxTags?

Location

Natürlich kann ich als Karlsruherin nicht ganz neutral sein, was den neuen Tagungsort angeht. Mal von der weiteren Anreise abgesehen fand ich es schlecht, daß es nur eine große Halle gab, und man deshalb während des Tages nicht mal “ans Sonnenlicht kam”, oder, um mich Floschi anzuschließen “in den Rhein-Main-Hallen war es für mich eher ein trockenes Business-Messe-Feeling, wie z.B. auf der SYSTEMS.”

Community

Mit dem Standortwechsel hat sich auch die hiesige LUG geändert, die den LinuxTag unterstützt bei den begleitenden Events und der Vor-Ort-Planung. Zum “Social Event” kann ich nichts sagen, da war ich in Karlsruhe auch nie, aber beim “Community Event” kann ich Vergleiche ziehen, und zwar zu Ungunsten von Wiesbaden. Der Freitagabend war eher langweilig, wenn man es mit dem letztjährigen vergleicht, wo sich die KaLUG einiges hatte einfallen lassen wie ein Debian-Quiz und Filme. Sowas gab es diesmal gar nicht, die Linuxer waren quer über den halben Biergarten verteilt – und von Community keine Spur. Schade.

Was im Zusammenhang mit den LUGs noch zu erwähnen ist: Ich habe die letzten Tage in der WLAN-Ecke öfter gehört “Endlich gibt es komplettes Internet, nicht nur Port 80 und 443 wie in den letzten Jahren” – das »Hauptamt für Vorauseilenden Gehorsam« aka KaLUG hatte nämlich aus Sicherheitsgründen in den letzten Jahren den Rest dicht gemacht.

Vorträge

Die Vorträge, die ich besuchte, waren qualitätsmäßig durchwachsen. Es ist klar, dass nicht jeder Open Source-Entwickler weiss, wie man vor vielen Leuten spricht, wie man seine Folien gestaltet – das muss sicher geübt werden. Wenn dann aber noch gehäuft technische Pannen auftreten, der rote Faden komplett fehlt oder der Inhalt anders als erwartet ist, bleibt doch ein arges Geschmäckle zurück. Zu meinen Highlights zählte sicher der interessante Vortrag von Ubuntu-Gründer Mark Shuttleworth und der über FilmCommons, also Filme, die unter der Creative Commons stehen.

Was mich wunderte: Es gab im Vergleich zu den letzten Jahren kaum Vorträge zum Thema LAMP, was sicher auch dafür verantwortlich war, daß kaum “Legenden” aus diesem Bereich anwesend waren. Allerdings war leider auch Ruby on Rails kein Thema: der (kostenpflichtige) Workshop darüber fiel mangels Teilnehmer aus.

Stände

Viele kleinere Firmenstände hatten nach meinem Eindruck wenig Besuch und daher auch etwas Langeweile, was man ihnen ansah. Aber auch bei den Open Source-Projekten waren die Entwickler oft mit sich selbst oder ihrem Sportgerät beschäftigt.

Ganz interessant war mein Gespräch am O’Reilly-Stand, wo ich wissen wollte, ob sie in naher Zukunft auch das Konzept der PDF-Bücher verfolgen werden, aber dafür seien die Deutschen zu wenig experimentierfreudig, wurde mir mitgeteilt. (“the Pragmatic bookshelf is on track to become the next O’Reilly”, las ich gestern in der Rails-Mailingliste.)

Das war es mal in Kürze, wer nun noch etwas visuelles Material sucht: Flickr existiert :)

6.05.06 | in | Tags:

5 Kommentare bisher

#1 Christian Felsing – Mai 8, 10:02

#2 Flo's blog – Mai 8, 15:31

#3 Fred – Mai 10, 02:48

#4 Henrik – Mai 11, 12:21

#5 eckes – Mai 30, 00:49

Kommentare geschlossen.

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