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Stricken statt Surfen

Gestern abend in der Göttinger Innenstadt: zwei Mädels auf der Suche nach einem Hottschpott. Die Autorin dieser Zeilen mit Laptop in der einen, Stadtplan und ausgedruckter Hottschpott-Übersicht in der anderen Hand. Wir suchen alle dort erwähnten Lokalitäten auf, die in zu Fuß erreichbarar Nähe liegen. Vier Versuche später steht fest, dass das Internet an diesem Abend ohne uns auskommen muss: In Möglichkeit Eins brennen insgesamt 4 Kerzen. Nicht geheuer. In zwei der angeschlossenen Kneipen trifft sich die halbe Göttinger Dorfjugend, um erste Erfahrungen mit dem Alkohol zu machen. Das vierte ist ein Eiskaffee und hat bereits geschlossen.

Unterwegs kommen wir zufällig an einem netten Cafe vorbei, das auf dem Plan mit dem Status “In Vorbereitung” verzeichnet ist. Fragen koscht nix, sagen wir Süddeutschen, also reingegangen. Die Chefin, beim Essen gestört, weiss zu berichten: Nein, das funktioniert noch nicht. Da war ein Hottschpott-Vertreter da, der meinte, das alles ganz einfach sei und schnell erledigt, aber danach teilte uns der Techniker mit, dass es ‘ein Problem gäbe’. Seitdem ist nichts mehr passiert, aber die Werbe-Hinweis-Schilder liegen schon im Keller.

sticken: ein SchalAlso den Abend ein der kalten Wohnung (Heizung war ausgefallen) verbracht. Angefixt durch die Shoppingtour am Mittag wollte ich mir einen bunten Schal stricken und habe etwas dicke Wolle nebst passenden Nadeln besorgt. Genau die richtige Beschäftigung für einen netzlosen Abend. (Bevor es Fragen gibt: Es soll mal ein Schal im Vollpatentmuster werden. Und: Ja, ich kann stricken. Mit irgendwas musste ich ja meine Abende verbringen, als ich noch keine PC hatte ;) Zum Foto: mein Kopf ist absichtlich “weggeschnitten” – Foto war nix…)

Getippt im Zug. Back home im Netz.

5.12.04 | in

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