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"Perspektive Deutschland" und deren Glaubwürdigkeit
Zeigen Sie Verantwortung und machen Sie mit. Jetzt.
Damit wird man zur Teilnahme an der vierten Runde der Perspektive-Deutschland, einer Initiative von stern, McKinsey, ZDF und AOL, aufgefordert. Kann so eine Umfrage repräsentativ sein? Ja, sagen die Macher:
Bei dem eingesetzten Gewichtungsverfahren werden die Wahrscheinlichkeit des Internet-Zugangs- bzw. die Nutzungshäufigkeit des Internets (Internetverzerrung) sowie die Teilnahmebereitschaft (Teilnahmeverzerrung) über sozio- bzw. psychografische Merkmale prognostiziert. Dadurch können die der Online-Umfrage zu Grunde liegenden Bevölkerungsverteilungen denen einer zeitgleich durchgeführten repräsentativen Offline-Umfrage über Umgewichtung angeglichen und Verzerrungen weitgehend vermieden werden.
Nein, sagte mir gestern ein Mitarbeiter des Instituts für Demoskopie Allensbach: Die Perspektive Deutschland ist ein Rückfall ins Jahr 1936
. (Damals hatte der Readers Digest eine Umfrage zur Präsidentenwahl mit 10 Mio. Teilnehmern gemacht. Trotz der großen Menge war die Vorhersage völlig falsch. Zur gleichen Zeit hat Gallup gezeigt, dass mit einer kleinen Stichprobe, aber einer repräsentativen Auswahl der Befragten präzise Prognosen möglich sind.) Eine Online-Umfrage kann nie und nimmer respräsentativ sein, da der Kreis der teilnehmenden Personen auf Selbstselektion beruht. Menschen ohne Internetzugang werden nicht berücksichtigt. Ausserdem nehmen selten Personen an Online-Umfragen teil, die nicht ein mindestens minimales Interesse für das Thema haben.
Idealerweise stellt man solche Fragen einem Kreis von 300/400-2000 Personen (für die Mathematiker unter uns: n
[300, 2000] ;-)), wobei bei höheren Zahlen geringere Fehlertoleranzen auftreten, aber das Ergebnis ist dasselbe.
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