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Pimp your Chm-Reader auf dem Mac

(english version below…)

Angesichts der Tatsache, dass oft Dokus als chm-Dateien angeboten werden (z.B. Script.aculo.us – Offline Docs), war ich mal wieder auf der Suche nach einem Reader dafür auf dem Mac. Bereits im Einsatz hatte ich schon Chmox, der aber sehr minimalistisch ist und kaum Funktionen bietet. Auf der Suche nach Alternativen schau ich dann meist bei i use this vorbei, und unter dem Tag chm finden sich dann ein paar Kandidaten. Chamonix gefiel mir ansich von den Funktionen her recht gut, sah aber nicht “Mac-ig” genug aus, solch Icons kennt man sonst nur von Windows-Software ;))

Chamonix vor dem Pimpen

Aber das Gute bei Mac-Programmen ist ja, dass man sie pimpen kann. Und da ich nicht so der Freestyle-Icon-Creator bin, habe ich welche aus dem Camino Icons rausoperiert und sie in Chamonix implantiert. Das Ergebnis:

Chamonix nach dem Pimpen

Schon viel besser :) Nun ist das Programm-Icon ist auch nicht unbedingt überwältigend, aber dafür habe ich eines von iconfactory benutzt. Daher kann ich das Programm-Icon nicht zum Download anbieten, aber den Rest gibts hier als Zip: pimp_my_chamonix.zip. Wer zufällig ein schönes (selbsterstelltes!) und passendens Programmicon übrig hat, kann gerne kommentieren, dann pack ich es noch mit rein.

Anleitung: ctrl-Klick auf Chamonix, “Paketinhalt zeigen” auswählen, -> Contents aufrufen, -> Resources auswählen, und den Inhalt des zip-Files reinkippen (natürlich alles überschreiben). Das wars!

English: I collected some icons from Camino to replace the not so mac like icons in the chm viewer Chamonix. (I didn’t have a free icon for the program itself, so I took one from iconfactory.) Here they are: pimp_my_chamonix.zip. Enjoy!

07.07.2007 | Kommentare [5]

OpenStreetMap: Was kann es, was will es?

Am Mittwoch abend hielt Frederik Ramm bei der Regionalgruppe Karlsruhe der GI einen Vortrag über OpenStreetMap: Auf dem Weg zu einer ‘freien’ Weltkarte, einem Projekt, das eine frei verfügbare Karte erstellen will, die jeder editieren kann, ähnlich dem Wiki-Prinzip.

Warum braucht man das, stellt sich vielleicht jemand die Frage? Es gibt doch Google Maps, Yahoo! Maps, usw? Im Prinzip ist der Name OpenStreetMap nicht ganz korrekt, da nicht nur Straßen abgebildet werden sollen, sondern auch Plätze, Grenzen, Fahrrad- und Fußwege, Eisenbahnstrecken und vieles mehr. Zudem sind die Kartendaten der großen Anbieter von zwei Firmen lizensiert, Tele Atlas und NAVTEQ, und sind somit nicht frei (frei wie in “freier Rede”) – das Verwenden eines Ausschnittes einer Karte ohne Erlaubnis führte schon öfter zu Abmahnungen. Zudem sind in den Karten dieser beiden Anbieter absichtlich Ungenauigkeiten eingebaut; damit überprüfen sie, ob jemand unberechtigterweise die Karte abgeschrieben/gezeichnet hat. Und veraltet bzw. unvollständig sind die Daten auch oft, das Paradebeispiel von OpenStreetMap ist die “Isle of Man”: In den Daten von Tele Atlas ist hier nur der Umriss der Insel zu sehen, bei OpenStreetMap sind wichtige Straßen, Flüsse und Wälder lokalisiert.

Wie kommt das Projekt, das in Großbritannien startete, an seine Daten? Zum größten Teil machen das Freiwillige in ihrer Freizeit: Sie fahren mit GPS-Geräten rum und zeichnen Trackpoints auf, die sie dann daheim am Bildschirm nachbearbeiten, in dem sie die Punkte zu Segmenten verbinden und die Straßen benennen bzw. Flüsse und Flächen markieren. Diese werden dann mit Tags versehen, bestehend aus key und value. Die Tags sind Freiform, allerdings hat man sich auf die wichtigsten Eigenschaften geeinigt, da die Renderer die Struktur vorgeben. Straßen z.B. erhalten das Tag “name = ...” und, im Falle einer Einbahnstraße, “oneway = true”. Allerdings kann man eben taggen, was man will, Die Trackpoints werden dann zum Rendern der Karte nicht mehr verwendet, bleiben aber in der Datenbank, u.a. um einen Beweis zu haben, das die Karte wirklich selbst erstellt wurde bzw. um vorhandene Daten mit seinen eigenen abzugleichen. Geeks ohne GPS-Gerät können die Software zum Rendern der Daten oder zur Ausgabe im Browser verbessern. In London gibt es Kooperationen mit Kurierdiensten, die GPS-Geräte mitführen und ihre Tracks dem Projekt zur Verfügung stellen. In den USA stellt die Regierung ihre TIGER-Daten zur Verfügung, diese bilden eine gute Grundlage, sind aber leider nicht ausreichend gut. Yahoo hat auch erlaubt, dass die Luft- (nicht die Straßen!)bilder abgezeichnet werden dürfen.

Derzeit gibt es etwa 70 Mio. Trackpoints weltweit, Deutschland ist bis auf strukturschwache Gegenden recht gut vertreten. Karlsruhe ist fast komplett, es fehlen noch kleinere Waldwege. Die Abdeckung Großbritanniens ist besser, da das Projekt dort startete.

Die Technik dahinter besteht aus einer MySQL-Datenbank mit einer Rails-API, die natürlich eine Datenabfragebegrenzung hat (“gibt mir mal alle Daten” ist auch nicht unbedingt sinnig). Es gibt einen Flash-Editor Potlatch, mit dem direkt über die Rails-API kommuniziert werden kann. Des weiteren gibt es Renderer für zu Hause, die Google Tiles ausgeben (wie man es von Google Maps gewohnt ist). Zudem gibt es einen wöchentlichen “Planet Dump” der Daten ohne Historie.

Die gesammelten Daten und gerenderten Karten stehen unter der Creative Commons ShareAlike 2.0-Lizenz, was einerseits gut ist, da jeder die Daten verwenden darf, solange er sagt, wo er sie her hat und unter den gleichen Bedingungen weitergibt. Andererseits ist diese mit der GNU-FDL-Lizenz nicht vereinbar, was schade ist, da viele Autoren ähnlicher Projekte natürlich gleiches Anliegen haben.

Die Commnunity dahinter, gern auch als “Unlimeted free labour” bezeichnet, ist recht wichtig. Die Software zum Rendern kann immer noch verbessert werden, aber die Daten sind erstmal wichtiger. Die “Datensammler” machen aus unterschiedlichen Gründen mit: Suchpotential, um es den “Großen” zu zeigen oder einfach als Ausrede, mal an die frische Luft zu kommen! Und es werden immer mehr, die Kurve der Anmeldungen wächst exponentiell.

Derzeitige Probleme sind vor allem die mangelnde Rechtssicherheit: Was alles ist “derived Work”? Wenn jemand einen Kartenausschnitt auf seine Website stellt, muss dann die komplette Website unter CC gestellt werden? Ein Fernsehsender wollte eine Karte von Badgad einblenden, hat sich aber letztendlich nicht getraut, weil sie die Risiken nicht abschätzen konnten.

Ein Weiteres Problem ist das zu einfache Datenmodell (im Vergleich zu den zwei großen Anbietern): Abbiegevorschriften und streckenweise Restriktionen (z.B. nur ein Teil einer Straße ist Fußgängerzone oder Einbahnstrße) sind schwer dazustellen, Objektgruppierungen sind nicht möglich.

Allerdings zeigt das Projekt ebenso gut, was mit verteilter Arbeit möglich ist, eine erste Software zum Routenberechnung ist vor ein paar Wochen von einem Holländer präsentiert worden, was bisher kaum für möglich gehalten wurde. Und wer in nächster Zeit einen Karstenausschnitt braucht, sollte mal bei OpenStreetMap vorbeischauen, ob er dort fündig wird :)

Nachtrag: Wer es lieber als Video erklärt bekommen will: NetzpolitikTV: Das Open Street Map – Projekt.

29.06.2007 | Kommentare [2]

last.fm

Kris schreibt, man solle seinen last.fm-Account löschen. Mit Recht.

[x] done.

05.06.2007 | Kommentare [3]

Barrierefreiheit an der VHS? Interessiert keinen :(

Im Mai sollte ich einen Kurs an der VHS Karlsruhe halten zum Thema “Barrierefreies Webdesign”. Anmeldungen bisher: 0. Der Kurs letzten Herbst zum Thema Ruby musste auch abgesagt werden, mangels Interesse. Das Thema Weblogs, Wikis, RSS ist ja jetzt auch durch, oder? Hat jemand ne Idee, welche neueren Internet-Technologien man VHSlern beibringen könnte? Mir fällt so langsam nix mehr ein :(

26.04.2007 | Kommentare [17]

Mein eigenes Mac-Programm

Alle Nicht-Mac-Benutzer können mal weglesen, alle anderen das Blog Apfel+Z von Michael Göbel. Michael baut (als Hobby?) Mac-Anwendungen, die bewusst reduziert gehalten, dafür aber frei (wie Freibier) sind. Meine Lieblingsanwendungen sind Schreiben (viel hübscher als TextEdit, und oftmals muss es kein Pages sein), Vorlagen und myHead. Für letzteres hatte ich Michael ein paar Verbesserungsvorschläge gemailt, und kurzerhand hat er mir “Beate ihr Kopp” gebaut:

Inclusive eigenem Icon! Danke!

Und wenn ich dann mal groß bin, bau ich das selbst mit Cocoa :)

25.04.2007

Rails-Konferenz 2007 und Vortrag in Darmstadt

Auch 2007 werde ich wieder eine deutschsprachige Rails-Konferenz mitorganisieren – am 22. Juni in Frankfurt gehts los. Das CfP ist gestartet, es wurden schon einige nette Ideen eingereicht, aber da geht sicher noch mehr :)

Wen Rails interessiert, mal reinschnuppern will und in der Nähe von Darmstadt wohnt: am 19. April werde ich dort im Rahmen von sage@guug was drüber erzählen: Die neuen Unbekannten in der Web-Entwicklung: Ruby und Ruby on Rails.

11.04.2007

Fazit vom 23C3

Die letzten Tage habe ich mich, wie 4199 andere auch, in Berlin auf dem legendären Hackerkongress 23C3 rumgetrieben. Zum einen natürlich aus “Spass an der Freude”, zum anderen durfte ich ein Vortrag halten im Rahmen des Haecksen-Tags: acts_as_cool: Ruby on Rails. Ich konnte mir aussuchen, ob ich auch männliche Zuhörende haben wollte, und da ich kein Problem damit habe, war der Workshop-Raum recht überfüllt (darunter schätzungsweise 10 Frauen). Ich habe nach dem Vortrag viel Feedback bekommen, danke dafür!

A propos Vorträge: Endlich konnte ich mal den Lessigschen Präsentationsstil bewundern. Er sprach über Open Culture und Creative Commons (siehe z.B. bei heise.de).
Eine Liste der auf Video aufgenommen Vorträge gibt es im Wiki unter Streams. Mein Tipp: schaut euch mal den Vortrag von den Österreichern Monochrom an (monochrom-t4s3.wmv) oder lest zumindest deren Wikipedia-Eintrag mal durch – er ist es Wert! (Monochrom hat auch eine “Hymne” für den 23C3 geschrieben: RFID, das Youtube-Video ist dort verlinkt.) Ebenso lustig war auf jeden Fall das Powerpoint-Karaoke. Etwas weniger spassig war der Vortrag über Wahlcomputer in Holland. Eine schöne Zusammenfassung dessen gibt es z.B. hier.

Etwas schade war das zeitweise hängende WLAN, vor allem wenn man es gerade dringend benutzen wollte. Allerdings lag das an einem kurzfristig ausgefallenen Hardwaresponsor sowie einer undokumentierten Maximalbenutzeranzahl am Hauptrouter, sodaß dem CCC hier kein Vorwurf zu machen ist, es wurde das beste draus gemacht.

Sputnik


Beim Sputnik-Überwachungsprojekt ging es drum, Congressteilnehmer zu überwachen. Dazu konnte man sich freiwillig mit einem RFID-Badge ausrüsten und wurde von etwa 25 Empfängern auf Schritt und Tritt innerhalb des bccs registriert. Sinn des ganzen ist jetzt, die gezippten 49MB Daten, die innerhalb der 4 Tage zusammengekommen sind, auszuwerten: wer lief ständig mit wem rum, wer saß nur im Hackkeller, usw. Auch auf Probleme stieß man: so kam es wohl vor, daß das Alarmsystem im nahegelegenen Kaufhof ausgelöst wurde (bei mir jedoch zum Glück nicht ;)). Mehr dazu auf der Projektseite, dort gibt es auch die Datensammlung als Download.

Devotionalien


Schade, daß es die 23C3-Hacker-Hoodies nicht in meiner Größe gab, ich hätte mir gerne einen gekauft. Scheinbar sind Hoodies nämlich die inoffizielle Hacker-Ausrüstung: am vorletzten Tag waren alle ausverkauft! Vielleicht als Anregung für den nächsten Congress: Lasst doch wenigstens ein paar Hoddies in Girlie-kompatiblen Größen bedrucken – danke!

Fazit: auch wenn man nach dem Congressbesuch am folgenden Silvesterabend nicht lange durchhält (ich zumindest), ist es doch immer wieder eine Freude, dort sein zu können. Die Organisation klappt immer besser, das Publikum und die Sprecher werden internationaler. Jetzt bräuchte man nur noch eine Idee, wie man der 120%igen Auslastung der Räume entgegenwirken kann ;), bei einigen war doch zu wenig Platz.

01.01.2007 | Kommentare [3]

23C3 is coming

Es war hier etwas ruhiger die letzten Wochen, was an diversen Gründen lag. Evtl. schreib ich gleich mal noch was dazu.

Aber was ich zum einen erwähnen wollte: Auch dieses Jahr findet kurz vor Silvester wieder in Berlin der jährliche CCC-Kongress statt, und der Fahrplan in einer ersten Version ist online. Vielversprechende Vorträge warten darauf, gehört zu werden; am 28.12. ist Haecksen-Tag, an dem ich (mal wieder) was über Ruby on Rails erzählen werde. Ich hoffe, ich treffe dort ein paar bekannte Blogger, Udo Vetter vom law-blog wird auch einen Vortrag halten, Markus von Netzpolitk.org scheint auch zu kommen – schön :) Also insgesamt nicht so kultig wie Barcamps derzeit, aber mindestens genau geekig ;)

Und wer es noch nicht sonstwo gelesen hat: Es gibt auch dieses Jahr wieder einen Adventskalender der Webkrauts, für den ich einen Artikel beigesteuert habe. Lasst euch überraschen :)

30.11.2006 | Kommentare [4]

Das erste Mal (IE7)

Eben hatte ich zum ersten Mal einen IE7 in der Hand. Und was soll ich sagen? Die Bedienung ist (standardmäßig, ich hatte und wollte nichts anpassen, falls das überhaupt geht) sehr unpraktisch, “Aktualisieren” befindet sich rechts hinter der URL-Leiste, statt wie gewohnt links bei den anderen Buttons.

Beim Testen einiger Seiten mit IE6-Bugs stellte ich fest, dass diese auch im IE7 vorhanden sind, Verschwinden von Content kurz nach dem Reload z.B. (das Einfügen einer expliziten Höhe half in beiden Versionen). Besonders “toll” sind aber solche Boxen:

IE7-Error

5 Seiten einer kürzlich erstellten Website funktionieren gut (das Menü ist verunstaltet, aber das kann ich sicher irgendwann mal fixen), nur die letzte Seite, das Impressum, zeigte diese Meldung, obwohl hier genau das gleiche JS-Include eingebaut ist. Darüber werden sich viele “Zwangsupdater” sicher freuen.

Und als ob man damit nun nicht genug zu tun hätte, gibt es seit gestern auch noch ein neues Textpattern, Version 4.0.4, das dringend auf zahlreichen Kundenprojekten aktualisiert werden will. Nunja.

19.10.2006 | Kommentare [1]

Barcamp Berlin

Seit heute morgen befinde ich mich auf dem Barcamp Berlin. Ein Barcamp ist sowas ähnliches wie ein längerdauernder Webmontag, also eine Un-Konferenz. Schade ist es, daß von den angemeldeten 170 Teilnehmern bisher erst etwa 100 da sind, vielleicht wird das morgen noch besser.

Im ersten Vortrag ging es um Ajax und Barrierefreiheit, jetzt spricht Oliver Gassner über Pro-Bloggen. Heute nachmittag gibt’s einen Einführungskurs in GTD vom Autor des Buchs »Macs für Freiberufler und Selbständige«, das wird sicher spannend.

Erste digitale Eindrücke findet man natürlich bei flickr.

30.09.2006 | Kommentare [1]

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